Schneeschuhwandern: Rund um Bad Berleburg

Wanderagentur und Tourismusverein entdecken "Marktlücke"

Bad Berleburg. (howe) Was stapft denn da durch Eis und Schnee? Ein Riese? Ein Yeti? Nein, die Spuren lassen sich leicht erklären. Es sind Schneeschuhe: riesige, superleichte Alu-Pantoffeln, die locker flockig durch den tiefen Schnee tapsen und die den Bad Berleburger Tourismus weiter in Schwung bringen sollen. Peter Grobbel vom Landhaus Wittgenstein hatte die Idee zu dieser Sportart. In seiner Pension stellt er das High-Tech-Schuhwerk seinen Gästen als Leihgabe zur Verfügung.

Frank Rother und Heidi Dickel von der Wanderagentur zeigten gestern, wie leicht Schneeschuhwandern ist. (SZ-Foto: Holger Weber)

Jetzt nahmen die Wanderagentur Bad Berleburg und der Touristikverein das Schneeschuhwandern in ihr Repertoire auf - sozusagen ein gefundenes Fressen für ein zusätzliches Angebot in der Region. Tourismus-Chef Andreas Reinéry formulierte es gestern so: Die Wintersportarena Sauerland biete Skifahren und Rodeln an, Wunderthausen und Girkhausen seien als Nordic-Zentren mit von der Partie. Aber Schneeschuhwandern? Das gibt es demnächst so richtig nur in Bad Berleburg. "Eine Martklücke" - lautete ein Begriff, von "Alleinstellungsmerkmal" hörte man ebenfalls. Und genau das ist es, wo sich die Odebornstadt bald ein wenig von anderen abheben kann. Heidi Dickel von der Wanderagentur will kommende Woche mit ihren geführten Schneeschuhwanderungen sofort loslegen. Frank Rother will sich um das breite Publikum auf der Internetseite kümmern und Andreas Reinéry kündigte an, der Touristikverein werde das Schneeschuhwandern bei entsprechendem Erfolg in das Marketing mit aufnehmen. Dazu gehört freilich auch, die überdimensionalen "Puschen" irgendwann in das Prospektmaterial mit aufzunehmen.

Das Schneeschuhwandern ist eine alte Winteraktivität aus Skandinavien. Verschneite Winterlandschaften, Ruhe und Einsamkeit erwarten die Wanderer. Schneeschuhwandern kennt keine Altersgrenzen, man benötigt keine Vorkenntnisse und keine besondere Ausrüstung. Ganz wichtig ist: Gerade zu Beginn sollte man sich über die Regeln und Vorschriften informieren oder in geführten Gruppen wandern. Denn so schön das Wandern in unberührter Natur auch ist, man könnte die überwinternden Tiere stören und sie zur Flucht veranlassen. Wer Interesse am Schneeschuhwandern hat, der meldet sich bei Heidi Dickel unter Tel. (0 27 51) / 25 50.

Von Holger Weber

Siegener Zeitung

Siegener Zeitung (09.01.2010)
Bildquelle: SZ-Foto von Holger Weber (howe)



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